Donnerstag, 17. September 2026

Buchtipp: Nightshade & Daybreak - Willkommen an der Sorrowsong University

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Hallo ihr Lieben,

ihr wisst ja, wunderschöne Bücher haben es mir angetan! Und so ist in den letzten Tagen das wohl hübscheste Buchpaket bei mir eingezogen, dass man sich vorstellen kann.
 

An einem Freitag lagen „Nightshade“ und „Daybreak“ von Autumn Woods in meinem Briefkasten – und wenige Tage später waren tatsächlich beide beendet. 

Ich hatte mich festgelesen. Oder vielleicht sollte ich besser sagen: Ich war Sorrowsong verfallen. 

Die beiden Bücher erzählen die Geschichte von Ophelia und Alex und entführen uns an die geheimnisvolle Sorrowsong University in den schottischen Highlands. 

Trotzdem möchte ich euch beide Bücher heute einzeln vorstellen und bewerten, denn jeder Band setzt eigene Schwerpunkte und hat für mich eine etwas andere Atmosphäre. 
Eines haben sie allerdings gemeinsam: Ich konnte beide kaum aus der Hand legen. 

Nightshade – Willkommen in Sorrowsong 
Schon optisch hat mich „Nightshade“ vollkommen abgeholt. Das wunderschön gestaltete Cover mit Blütenranken und Goldakzenten, dazu der passende Farbschnitt – beim Aufschlagen hatte ich fast das Gefühl, selbst ein gotisches Tor zur Sorrowsong University zu öffnen. 
Und was für eine Universität das ist! Mitten in den schottischen Highlands studieren hier die Söhne und Töchter einiger der reichsten Familien der Welt. Unter ihnen befindet sich Ophelia, die allerdings durch ein Stipendium nach Sorrowsong kommt. 
Mit der Universität verbindet sie zudem eine schmerzhafte Vergangenheit: Vier Jahre zuvor kamen ihre Eltern hier bei einem Helikopterabsturz ums Leben. Ophelia kehrt deshalb nicht nur zurück, um zu studieren. Sie möchte herausfinden, wer für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist. 

Dann begegnet sie Alex – attraktiv, intelligent, sportlich, reich und ausgerechnet der Sohn der Familie, der Ophelia die Schuld am Tod ihrer Eltern gibt. Eigentlich sollte sie ihn hassen. Eigentlich. 

Doch Sorrowsong wäre nicht Sorrowsong, wenn eine komplizierte Liebesgeschichte das einzige Problem bliebe. Menschen sterben, Ophelia wird verfolgt und ein geheimnisvoller Stalker taucht auf. 
Schnell entwickelt sich die Geschichte zu einer Mischung aus Dark Academia, Enemies to Lovers, Familiengeheimnissen und Suspense-Elementen. 

Was mich an „Nightshade“ besonders begeistert hat, ist die Atmosphäre. Autumn Woods beschreibt Sorrowsong so detailliert und lebendig, dass die Universität fast selbst zu einer Figur wird. Die alten Gebäude, der Campus, die verschiedenen Häuser und natürlich die schottischen Highlands bilden die perfekte Kulisse für die düstere Handlung. 

Für mich ist das ein echter Herbstroman. Draußen darf es gerne regnen und stürmen, während man sich mit diesem Buch einkuschelt und gedanklich nach Schottland verschwindet. Ophelia mochte ich schnell, auch wenn ich sie gelegentlich gerne geschüttelt hätte. Vieles wäre vermutlich einfacher, wenn sie mit anderen Menschen reden oder um Hilfe bitten würde. 
Doch gerade das macht sie auch zu einer Einzelkämpferin, die gelernt hat, sich auf sich selbst zu verlassen. 

 Noch spannender fand ich Alex. Auf den ersten Blick scheint er der nahezu perfekte Sorrowsong-Student zu sein. Doch je weiter man liest, desto mehr Facetten entdeckt man. Seine Depressionen und seine Verletzlichkeit stehen in einem starken Kontrast zu seiner scheinbar perfekten Außenwirkung und geben seinem Charakter viel Tiefe. 

 Und dann gibt es noch die Freundesgruppe rund um die beiden. Die Nebenfiguren sorgen für Humor, echtes Unileben und viele kleine Momente, die die Geschichte auflockern. Ohne sie wäre Sorrowsong nur halb so lebendig. „Nightshade“ habe ich innerhalb kürzester Zeit regelrecht verschlungen. Intensiv, romantisch, spannend und düster – genau meine Mischung. 

 

Daybreak - Ist ihre Liebe stark genug? 
Kann es für Ophelia und Alex eine Zukunft geben? Nach dem Ende von „Nightshade“ kam für mich eine Lesepause überhaupt nicht in Frage. Ich musste wissen, wie es weitergeht. Zu Beginn von „Daybreak“ liegen allerdings rund 3.000 Kilometer zwischen Ophelia und Alex. 
Während sie in Sorrowsong zurückbleibt, muss Alex wegen eines Unternehmensnotfalls in die USA reisen. Ein Teil der Geschichte spielt deshalb diesmal auch in New York. 

Doch die Entfernung ist längst nicht das einzige Problem. Noch immer scheint eine Bedrohung über den beiden zu schweben. Die Ereignisse aus „Nightshade“ sind nicht abgeschlossen und erneut tauchen Hinweise auf einen Stalker auf. Wer steckt dahinter? Wem kann man vertrauen? Und welche der zahlreichen Spuren führt tatsächlich zur Wahrheit? Das Miträtseln hat mir diesmal besonders viel Spaß gemacht. Immer wieder werden kleine Nebenhandlungen eingebaut, die einen auf eine falsche Fährte führen können. Nach und nach entsteht trotzdem eine Ahnung davon, wer hinter allem stecken könnte. 

In „Daybreak“ bekommen die Freunde und Mitstudierenden deutlich mehr Raum – und genau das hat mir richtig gut gefallen. Die Freundesgruppe bringt Leben in die Geschichte. Zwischen all den Geheimnissen, Bedrohungen und emotionalen Momenten gibt es immer wieder witzige Szenen, die die Düsternis durchbrechen. Gleichzeitig entsteht dadurch noch stärker das Gefühl, tatsächlich am Studentenleben in Sorrowsong teilzunehmen. Ein bisschen mehr von der düsteren Schloss- und Universitätsatmosphäre aus „Nightshade“ hätte ich trotzdem gerne gehabt. Gerade diese war für mich eine der größten Stärken des ersten Bandes. 

Durch New York und die verschiedenen Nebenhandlungen öffnet sich die Welt in „Daybreak“ deutlich weiter. Emotional steht der zweite Teil seinem Vorgänger allerdings in nichts nach. Das Buch ist eine einzige Gefühlsachterbahn. Man bangt mit Ophelia und Alex, möchte sie manchmal anschreien, dann wieder in den Arm nehmen und vor allem endlich wissen, ob diese beiden eine gemeinsame Zukunft haben können. 
Und irgendwann stellt man fest, dass man längst nicht mehr nur mit ihnen mitfiebert. Auch die Nebenfiguren sind einem inzwischen so sehr ans Herz gewachsen, dass man wissen möchte, wie es für sie weitergeht. 

Zwei Bücher, die für mich zusammengehören „Nightshade“ und „Daybreak“ sind zwei eigenständige Bücher mit jeweils eigenen Schwerpunkten. Trotzdem erzählen sie eine fortlaufende Geschichte, weshalb ich unbedingt empfehlen würde, mit „Nightshade“ zu beginnen. (Ich bin nicht ganz sicher, ob man die Storyline und die emotionale Tiefe versteht, wenn man nur den zweiten Band gelesen hat)

Der erste Band gehört für mich vor allem Sorrowsong selbst: Dark Academia, schottische Highlands, Geheimnisse, eine verbotene Anziehung und diese wunderbar düstere Atmosphäre. „Daybreak“ erweitert diese Welt. Freundschaften werden wichtiger, New York kommt als Schauplatz hinzu und das Rätsel um die Bedrohung sorgt erneut für Spannung. Gleichzeitig rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt, ob Ophelia und Alex nach allem, was passiert ist, überhaupt miteinander glücklich werden können. 

 

Optisch sind übrigens beide Bücher echte Schmuckstücke. Cover, Gestaltung und Farbschnitte machen die Dilogie zu einer Buchreihe, die ich mir nicht nur wegen der Geschichte gerne ins Regal stelle. 

Mein Fazit: Zwei Bücher innerhalb von 3 Tagen – viel deutlicher kann ich vermutlich kaum sagen, wie gut mir die Geschichte gefallen hat. Autumn Woods hat mit Sorrowsong einen Ort geschaffen, den ich beim Lesen direkt vor Augen hatte. Dazu kommen Geheimnisse, Spannung, Romantik, Humor, Freundschaft und Charaktere, die mit jeder Seite mehr Facetten zeigen. „Nightshade“ hat mich nach Sorrowsong gezogen und „Daybreak“ hat dafür gesorgt, dass ich diesen Ort am Ende eigentlich noch gar nicht wieder verlassen wollte. Für mich eine Dilogie zum Einkuscheln, Miträtseln, Verlieben und Durchsuchten – und definitiv zwei Bücher, die in meinem Regal bleiben dürfen.

Viele Grüße,

eure Sonja

*Die Bücher wurden mir als Rezensionsexemplare kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich gebe hier meine ehrliche und unvoreingenommene Meinung wieder.*