WERBUNG / REZENSIONSEXEMPLAR
Hallo ihr Lieben,
manchmal braucht es gar keine Drachen oder riesige Schlachten, um Kinder in fantastische Welten zu entführen.
Ein geheimnisvolles Wichtelhaus oder eine Schule tief unter dem Meer reichen völlig aus, um die Fantasie anzuregen und kleine wie große Leserinnen und Leser zu begeistern.
In den vergangenen Wochen durften wir gleich zwei ganz unterschiedliche Kinderbücher kennenlernen, die beide mit viel Herz, Magie und wichtigen Botschaften überzeugen konnten.
Heute möchten wir euch deshalb sowohl „Die Schule des Meeres – Der Ruf der Tiefe“ von Robin Dix und Helge Vogt als auch „Pia Puck – Wirbel im Wichtelhaus“ von Nora Hoch vorstellen.
"Die Schule des Meeres – Der Ruf der Tiefe"
Schon die Grundidee hat uns sofort begeistert: Eine Schule auf dem Meeresgrund? Genau die Art von Schule, auf die wir vermutlich alle selbst gerne gegangen wären.
Im Mittelpunkt steht Fynn, der bislang in einem Waisenhaus lebt. Eines Tages wird er völlig überraschend von einem geheimnisvollen Kapitän abgeholt und auf dessen Schiff mitgenommen. Sein Ziel ist Akademar – eine magische Schule tief unter dem Meer.
Dort erhält jeder Schüler ein Seelentier, einen tierischen Begleiter, der sich seinen Menschen selbst aussucht und eine ganz besondere Verbindung zu ihm eingeht. Gerade weil Fynn bislang ohne Familie aufgewachsen ist, lieben wir diese Idee besonders. Man wünscht ihm als Leser einfach jemanden, der immer an seiner Seite steht.
Doch schon bald merkt Fynn, dass Akademar einige Geheimnisse verbirgt. Es gibt drei bekannte Häuser – doch über ein geheimnisvolles viertes Haus spricht niemand. Schnell wird klar, dass die Erwachsenen längst nicht alles erzählen und hinter den Kulissen etwas Größeres im Gange ist.
Der erste Band dient vor allem dazu, die Welt von Akademar und ihre Bewohner kennenzulernen. Das gelingt den Autoren ausgesprochen gut. Die Unterwasserschule wird so bildhaft beschrieben, dass man sie sich wunderbar vorstellen kann.
Unterstützt wird das Ganze durch passende Illustrationen, die das Kopfkino zusätzlich anregen.
Besonders gefallen hat mir die Verbindung aus Fantasie und Mythologie. Atlantis spielt immer wieder eine Rolle und verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre.
Gleichzeitig werden Themen wie Freundschaft, Vorurteile, Vertrauen und Zusammenhalt aufgegriffen, ohne dabei belehrend zu wirken.
Auch sprachlich eignet sich das Buch hervorragend für junge Leser. Die große Schrift erleichtert das Selberlesen und obwohl es spannende Momente gibt, wird die Geschichte nie zu gruselig. Einige Szenen könnten empfindsamere Kinder zwar etwas mitnehmen, insgesamt bleibt das Abenteuer aber jederzeit altersgerecht.
Am Ende bleiben viele Fragen offen: Was ist mit Fynns Eltern passiert? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter dem vierten Haus? Und welche Verschwörung bahnt sich unter der Meeresoberfläche an? Genau das macht große Lust auf den nächsten Band.
Pia Puck – Wirbel im Wichtelhaus
Während es im ersten Buch unter Wasser geht, erwartet uns mit Pia Puck eine ganz andere Art von Magie.
Die kleine Wichtelin lebt seit vielen Jahren heimlich im Brombeerhaus von Frau Kamille. Dort sorgt sie für Ordnung, wo ihre ältere Mitbewohnerin es selbst nicht mehr schafft, spielt ihren Freunden kleine Streiche und kümmert sich auf ihrem Dachboden liebevoll um verletzte Tiere. Unterstützt wird sie dabei unter anderem vom verfressenen Waschbären Pit.
Natürlich gilt auch hier die wichtigste aller Wichtelregeln: Kein Mensch darf jemals erfahren, dass Wichtel existieren.
Doch Pias ruhiges Leben gerät plötzlich völlig durcheinander, als Frau Kamilles Familie mit drei Kindern bei ihr einzieht. Zwischen Geschwisterstreit, Trubel und jeder Menge Chaos wird es für Pia immer schwieriger, unentdeckt zu bleiben.
Als die jüngste Tochter Wanda nach einem Streit in den Wald läuft und verschwindet, fasst Pia einen mutigen Entschluss. Sie möchte das Menschenkind retten – auch wenn sie dabei ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzt.
Pia war uns vom ersten Moment an sympathisch. Sie ist hilfsbereit, mutig und besitzt ein großes Herz. Genau die Art von Wichtel, die man sich selbst gerne im Haus wünschen würde.
Neben der spannenden Geschichte greift das Buch viele wichtige Themen auf. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt spielen eine große Rolle. Gleichzeitig werden Einsamkeit im Alter und erste Anzeichen von Demenz behutsam angerissen, ohne die Geschichte zu schwer wirken zu lassen.
Die einfachen Illustrationen begleiten die Geschichte schön und lockern den Text auf. Nur gelegentlich passen sie nicht ganz zu den beschriebenen Szenen, was jüngere Kinder vielleicht etwas irritieren könnte.
Einige Kapitel sind durchaus emotional und könnten kleinere Kinder traurig stimmen. Gerade deshalb lohnt es sich unbedingt weiterzulesen, denn am Ende hinterlässt das Buch ein richtig schönes, warmes Gefühl.
Unser Fazit: Ob geheimnisvolle Unterwasserschule oder verstecktes Wichtelhaus – beide Bücher schaffen es auf ganz unterschiedliche Weise, Kinder in fantasievolle Welten mitzunehmen.
„Die Schule des Meeres“ richtet sich eher an Kinder, die spannende Abenteuer, magische Schulen und große Geheimnisse lieben. Die Geschichte macht neugierig auf die Fortsetzung und eröffnet eine faszinierende Welt voller Mythologie und Freundschaft.
„Pia Puck – Wirbel im Wichtelhaus“ eignet sich dagegen wunderbar als Vorlesebuch oder für erste eigene Leseerfahrungen. Die Geschichte verbindet Magie mit alltagsnahen Themen und vermittelt ganz nebenbei wichtige Werte wie Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Mitgefühl.
Zwei sehr unterschiedliche Bücher – und doch haben beide eines gemeinsam: Sie zeigen, dass Freundschaft, Mut und Zusammenhalt oft die größte Magie überhaupt sind.
Viele Grüße,
eure Sonja
*Die Rezensionsexemplare wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wir geben hier unsere ehrliche und unvoreingenommene Meinung wieder.*

