Freitag, 21. Oktober 2016

Hoteltest: Plötzlich Prinzessin im Hotel Continental Palacete in Barcelona

Hallo ihr Lieben,

neulich war ich auf Dienstreise in Barcelona - einer Stadt in der man prima Arbeit und Vergnügen verbinden kann. Das habe ich auch so gut es geht versucht, denn in Barcelona kann man bereits auf dem Weg zur Arbeit so Vieles entdecken. Ich möchte euch von meinem Kurztrip berichten, einige Erlebnisideen liefern und euch natürlich unser Hotel vorstellen, denn das war wirklich außergewöhnlich.


Die Hotelsuche für die Reise habe ich ganz klassisch angefangen, einfach einmal "Hotels Barcelona" gegoogelt. Wir brauchten ein Hotel im guten 3*-Bereich zu einem recht günstigen Preis. Mehr oder weniger zufällig stolperten wir über die plüschigen Fotos des Hotels Continental Palacete, einem 3-Sterne-Hotel direkt auf der bekannten "Ramblas". Die Bilder faszinierten uns so sehr, dass wir das Hotel schlussendlich buchten. 100,00 € pro Nacht für ein Einzelzimmer inklusive Frühstück - das ist in der Hauptsaison denke ich ein guter Preis.

Das Hotel liegt sehr verkehrsgünstig, nur wenige Gehminuten von der U-Bahn und zahlreichen Sehenswürdigkeiten entfernt.
Beim Betreten des Hotels waren wir gleich beeindruckt. Blümchentapeten, Glitzer und Kronleuchter wohin das Auge reicht - so verdammt kitschig, dass es bereits schon wieder cool ist.


Wir wurden sehr freundlich empfangen, egal wen man vom Hotelpersonal während des Aufenthalts getroffen hat, alle waren einfach supernett und total hilfbereit! Klasse! Und dann kam gleich die erste Überraschung, die das Hotel bereithielt. Wir hatten ein Frühstück dazu gebucht, doch die junge Dame an der Rezeption erklärte uns, dass wir uns 24 Stunden kostenlos am Büffet bedienen können. Und was es da alles gab: Kaffee, Müsli, Obst, Tapas aber auch alle möglichen Softdrinks und sogar Bier und Eis. Na, wir wussten, wo wir abends noch zu finden sein würden... Und schaut euch doch einmal diesen Frühstücksraum an - hier speisen Prinzessinnen. Auch die Decke, die ihr oben im Artikel sehen könnt, stammt aus diesem Speisesaal.


Dann eroberten wir unsere Zimmer - und die muss man gesehen haben, beschreiben funktioniert einfach nicht. Blumentapeten, Spitzendeckchen, Lampenschirme mit Rüschen oder bemalte Wandspiegel - ich fühlte mich wie eine Prinzessin aus einem anderen Zeitalter. Da fehlte nur noch der Reifrock und die gepuderte Perücke!

Obwohl alles so altertümlich wirkte, waren die Zimmer wirklich sauber, liebevoll eingerichtet und total funktional. So gab es zum Beispiel einen supermodernen Fernseher - was für ein Stilbruch! :) Geschlafen habe ich auf jeden Fall echt gut, das Bett war bequem und es war recht ruhig. Zwei wichtige Faktoren für einen guten Schlaf.
Zugegeben, das Bad war schon etwas gewöhnungsbedürftig. In der Dusche hing ein silberner Duschvorhang, der etwas an Rettungsfolie erinnerte und das Badschränkchen bestand aus Plastikschubladen. Doch auch hier war alles sauber und das Röschen-Design zog sich so durch. Egal ob Spiegel, Handtuchhalter oder Klorollenhalter. Einfach herzig! Ok, für andere vielleicht schaurig-schön....



Am nächsten Morgen probierten wir dann das Frühstücksbüffet aus. Das war für deutsche Frühstücksgewohnheiten vielleicht doch etwas zu gewöhnungsbedürftig. Klar gab es Toast oder süße Kleinigkeiten, aber natürlich auch viel Tapas oder gebratene Dinge, die ich nicht unbedingt zum Frühstück brauchte. Satt wurde man aber total. Das einzig Nervige, und das mussten wir an vielen Stellen in Spanien feststellen, ist das Plastikgeschirr, welches es dort ausschließlich gab. Versucht mal, mit einem Plastikmesser kalte Butter auf einen Toast zu schmieren. Noch mehr hat mich allerdings geschockt, wie groß die Umweltverschmutzung sein muss, wenn dies viele Hotels genauso machen. Definitiv verbesserungswürdig!!!



Insgesamt finde ich das Hotel aber großartig, es ist so plüschig, blumig, rosa-bunt, dass man sich trotz des ganzen Kitschs sofort wohlfühlt. Mir hat es viel Spaß gemacht, abends auf dem Mini-Balkon zu sitzen, das Treiben auf der Ramblas zu beobachten, gratis Bier zu trinken und Eis zu schlecken. Tolles Goodie für die Gäste!
Das Continental Palacete ist einfach so komplett anders, als alles, was wir bisher kannten. Aber wir würden definitiv wieder hinfahren.
Nun wollen wir euch aber ein paar Ideen liefern, was man in Barcelona in kurzer Zeit so alles machen kann. Vor allem, wenn man eigentlich arbeiten muss und die wenige Freizeit effektiv nutzen möchte.

Zunächst lohnt es sich, ein Ticket für den ÖPNV zu kaufen. Wir bezahlten 14,00 € für 48 Stunden, ein super Preis für so viel Bewegung. Läuft man die wenigen Meter vom Hotel zur nächsten U-Bahn-Station, so trifft man bereits auf die erste Sehenswürdigkeit - die Casa Battló, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas.


Von dort aus ist es nur ein Katzensprung per U-Bahn zum Wahrzeichen der Stadt, der Sagrada Familia. Zwar hatte ich die imposante Kirche schon einmal gesehen, aber sie fasziniert mich einfach immer noch und irgendwie sieht sie immer anders aus. Denn die Kirche ist einfach eine gigantische Baustelle!


Arbeiten mussten wir im CCIB, dem Congress Centrum von Barcelona. Auch hier gibt es viel zu entdecken, denn direkt daneben liegt sogar ein Museum. Uns zog es hingegen an den Strand, der nur wenige Gehminuten entfernt liegt und von den man besonders bei schönem Wetter den Sonnenuntergang oder einfach die Sonnenstrahlen genießen kann. Hier kann man prima seine Mittagspause verbringen, denn die sollte sich jeder gönnen! (Psst, wir gönnten uns direkt mal einen Cocktail, aber das muss ja keiner wissen!)

Nach dem Kongress hatten wir auch noch einige Zeit, bis das Flugzeug abheben würde. Wir beschlossen, vom CCIB ins Hafenviertel zu fahren, uns die Kolumbus-Säule anzuschauen und ein wenig durch Barcelonas Altstadt, das Barri Gotíc zu schlendern.


Hier ist mein Tipp: biegt einfach ab, wo es euch gefällt. Inspiziert die kleinen Gässchen, lasst euch vom geschäftigen Treiben auf der Ramblas mitziehen, haltet an, beoachtet oder setzt euch einfach auf einen der zahlreichen wunderschönen Plätze und schaut den Straßenkünstlern zu. Je weniger Plan man hat, desto mehr können einen Barcelons Straßen überraschen. Wir entdeckten so viel, einfach durch ein wenig Spazierengehen. Es ist aber nicht verkehrt einen Stadtplan dabei zu haben (den gibt es gleich am Flughafen umsonst), denn ab und an verirrt man sich doch schon mal.

Besondere Highlights auf unserem Spaziergang waren die Catedral, ebenfalls eine sehr bekannte Kirche von Barcelona und die Seufzerbrücke, mitten in einem Gässchen gelegen und durchaus sehenswert.
Unbedingt probieren solltet ihr auf eurem Rundgang ein Baguette mit frisch geschnittenem Schinken vom Iberico-Schwein! Diese gibt es recht günstig bei zahlreichen Händlern und  sie sind sooo lecker!



Und wenn ihr euch jetzt fragt "Wann hat die auf ihrer Dienstreise eigentlich gearbeitet?" kann ich euch trotzdem versichern, dass es definitiv so war! Die Reise war anstrengend, aber wir haben so viel erlebt! Barcelona ist eine wunderschöne Stadt, die immer wieder einen Besuch wert ist.

Viele Grüße,

eure Sonja

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