Donnerstag, 13. Oktober 2016

Frittieren, Grillen, Garen und Backen mit dem Philips Airfryer TurboStar

Hallo ihr Lieben,

ihr habt richtig gelesen: das eine Gerät, der Philips Airfryer TurboStar, soll alles können, nämlich frittieren, kochen, backen, grillen, braten,.... Geht doch gar nicht? Wir finden es heraus!

Denn Dank des Portals Markenjury dürfen wir den Philips Airfryer TurboStar testen, eine Fritteuse, die statt mit Öl vor allem mit heißer Luft frittiert. Dadurch soll der gesamte Gar-Prozess deutlich gesünder ablaufen. Das viele Frittierfett ist vermutlich der Punkt, der die meisten Nutzer davor abschreckt. Wohin mit dem ganzen übrigen Fett? Und vor allem, wie viel Fett sollte man überhaupt nur zu sich nehmen?


Durch die TurboStar Heißlufttechnologie, über die das Gerät verfügt, sollen Speisen mit bis zu 80% weniger Fett zubereitet werden. Das bedeutet, dass das hier keine Speisen in heißes Öl getaucht werden. Der Vorteil soll hier auch sein, dass das Gerät ohne Erhitzen auskommt. Das beschleunigt so einen Frittierprozess natürlich ungemein, muss man doch nicht mehr warten, bis das Öl siedet.

Für unseren Test wollten wir alle Zubereitungsarten ausprobieren, die das Gerät können soll: Frittieren, Grillen, Garen und Backen. Allerdings funktionieren einige dieser Arten besser mit dem entsprechenden Zubehör, so dass wir diese nicht richtig ausprobieren konnten.

Nach nur 2 Tagen nach Bestellung kam das Produkt bei uns an und neugierig wurde es von uns ausgepackt. Der Karton enthält neben dem Airfryer noch ein Rezeptbuch, welches in 4 Sprachen erstellt wurde. Beim Rezeptbuch handelt es sich jedoch eher um ein Heftchen, mit nur sehr wenigen Rezepten und wenigen Hinweisen, wie etwas frittiert wird. Dafür soll die Airfryer App helfen, leider lud bei ihr tagelang die Rezeptseite nicht!



Fehlen tut uns auch die Bedienungsanleitung des Geräts, ohne die trauen wir uns als Fritteusen-Neulinge nicht daran. Aber die konnte man dann auf der Philips Website im Internet herunterladen. Sinnvoll wäre es aber sicherlich schon gewesen, diese zu integrieren, da das bebilderte Heftchen überhaupt nicht weiterhilft!
Danach ging es an eine Vorab-Reinigung der Einzelteile und schon konnte es losgehen. Die einzelnen Teile ließen sich sehr leicht ineinander stecken, sowohl der Griff als auch das Gitterrost im Frittierkorb.

Wir begannen unser Frittier-Abenteuer mit den ganz klassischen Tiefkühl-Pommes. Diese werden in den Frittierkorb gegeben, der Airfryer auf 180° C eingestellt und die Pommes werden für 18 Minuten angestellt. Wie wir feststellen konnten, ist die Bedienung total simpel. Ein großer Knopf in der Mitte des Gerät ist gleichzeitig für die Einstellung von Zeit und Temperatur nutzbar und mit diesem kann man den Airfryer gleichzeitig auch starten.

Eine Zugabe von Öl ist komplett unnötig, was wirklich praktisch ist. Ein lautes Brummen ertönt, aber ansonsten kann man das Gerät völlig alleine lassen. Nach etwa der Hälfte der Zeit soll man die Pommes noch einmal schütteln, dann wird fertig frittiert. Am Ende des Zubereitungsvorgangs gibt die Maschine ein lautes Geräusch von sich, so dass man weiß, dass sie fertig ist.
Seht selbst, die Pommes haben eine schöne gold-braune Farbe und sind sehr knusprig. Wir finden, dass sie eventuell noch 2 Minuten länger gekonnt hätten, aber sie waren schon ziemlich lecker.


Und man kann wirklich feststellen, dass deutlich weniger Fett in den Pommes ist, als bei Ofenpommes. Allerdings verhindert die trockene Oberfläche auch, dass Salz an die Pommes Frites gelang.

Natürlich können wir es nicht nur beim Pommes herstellen belassen und starteten einen ganzen Frittier-Marathon! Los ging es mit den bei uns sehr populären "Quinoa-Feta-Spinat-Bratlingen". Diese haben wir bislang immer nur in der Pfanne zubereitet und anschließend in den Ofen geschoben, damit sie von Innen noch etwas nachgaren konnten. Dieses mal legten wir sie einfach in den Airfryer.


Zunächst versuchten wir uns bei 180° für 12 Minuten, allerdings stellten wir schnell fest, dass sie noch etwas länger drin bleiben können. Unsere letzte Fuhre buken wir dann bei 190° für 20 Minuten - das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Von Außen knusprig-braun, von Innen durch, aber trotzdem noch fluffig weich. Perfekt - und das ganz ohne die Zugabe von Öl!


Wir mussten lediglich feststellen, dass die weiche Masse zu Beginn durch das Frittiersieb läuft und sich dann darin festbackt. Das Entfernen war zwischendurch nicht besonders einfach. Diese Erfahrung mussten wir des Öfteren machen, was manchmal ziemlich hinderlich im Garprozess war.

Für unsere Familie schmissen wir mal wieder eine kleine "Testcafé-Party" und frittierten was das Zeug hält. Zu Beginn gab es Garnelen im Tempura-Teig. Diese sind wirklich schnell zubereitet und wir legten sie auf das Sieb. Dabei tropfte echt viel Teig durch das Sieb und verklebte alles, das wieder sauber zumachen, war echt schwer. Lecker waren die Garnelen aber wirklich und nach 20 Minuten auch gar und knusprig-braun. Dazu gab es einen Cocktail-Dip.


Danach folgte der Klassiker: selbst gemacht Pommes! Wir kreiierten gleich 2 Varianten, "normale" Pommes und solche aus Süßkartoffeln. Für beide Varianten werden die Kartoffeln geschält, gestiftelt und dann zunächst in Wasser eingeweicht. Normale Kartoffeln sollten ca. 30 Minuten im Wasser liegen, bei den Süßkartoffeln reichen 10 Minuten. Dann werden sie mit einem EL Öl benetzt, wir haben sie dann auch direkt gesalzen. Anschließend kommen sie bei 180°C für 20 Minuten in den Airfryer.



Wir mussten feststellen, dass die Pommes teilweise von Innen noch roh sind oder sehr weich. Von Außen hätten sie aber nicht mehr dunkler sein sollen. Die Pommes sind also insgesamt eher als matschig zu bezeichnen.

Nun kam unser geschmackliches Highlight an die Reihe: panierter Fetakäse!


Wir haben den Hirtenkäse in Würfel geschnitten, diese kurz in Mehl gewälzt, anschließend in Ei und dann in Paniermehl gewendet. Danach kamen sie für 10 Minuten bei 190° in den Airfyer. Die Panade umhüllt den Käse perfekt und ist sehr knusprig. Davon könnten wir soooo viel mehr essen und hier müssen wir sagen, dass wir den Käse in der Pfanne noch nie so perfekt hinbekommen haben. Dort wird einfach sehr viel Fett in die Panade aufgesogen, so dass sie einfach nicht so knusprig wird.


Bei unserem nächsten "Gang" waren wir zunächst etwas skeptisch. Wie schnell würde Fleisch im Airfryer gar werden? Die App hatte uns eine Garzeit für Chickennuggets vorgegeben, da das Fleisch so ähnlich aussah, schoben wir es einfach einmal für 11 Minuten bei 190°C in den Airfryer. Tatsächlich war es auch absolut gar, sogar ein wenig trocken von Innen. Da könnte man also auch etwas kürzer frittieren. Hierbei könnte man allerdings auch sagen, dass es in der Pfanne etwas geschmacksvoller wäre, da Fett nun mal auch ein Geschmackträger ist.


Und das mit dem Geschmacksträger hat sich noch deutlicher gezeigt, als wir Frikadellen im Airfryer gebraten haben. Die waren zwar superschnell gar und auch komplett durch, aber gerade bei Frikkas lieben wir einfach die Röstaromen, die entstehen, wenn man sie im heißen Öl in der Pfanne brät. Aber keine Angst, es funktioniert wirklich gut, die kleinen Fleischbällchen im Airfryer zuzubereiten, sie sind definitiv auch von Außen dunkel und von Innen noch fluffig.


Um den Airfryer ausführlich zu testen, haben wir in der Testphase wirklich viel darin gezaubert, von frittieren wollen wir gar nicht unbedingt reden, da das für uns wirklich bedeutet, Dinge ins heiße Öl zu werfen.

Wir werden euch sicherlich noch in einem weiteren Artikel ein paar Rezepte verraten, die man mit dem Airfryer kochen kann. Denn uns bereitet das Kochen damit schon große Freude. Doch hier erst einmal unser Fazit von 2 Wochen testen. Wie ihr sehen könnt, sind wir uns wieder einmal herrlich uneinig!

Sonjas Fazit: Bisher war ich kein Fan von Fritteusen, mir war das zu viel Fett, dann ist es übrig und irgendwie ist es eklig und ungesund. Beim Philips Airfryer habe ich nicht einmal das Gefühl, dass es sich um eine Fritteuse handelt. Alle Produkte kamen knusprig und vor allem durch aus dem Gerät. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht, das kann wirklich jeder! Mir hat alles, was wir zubereitet haben, sehr gut geschmeckt und ich bin begeistert, wie schnell alles zubereitet ist. Bei einer größeren Menge an Essen dauert es allerdings schon lange, bis man alles fertig gekocht hat. Daher weiß ich nicht, ob ich den Airfryer bei einer größeren Familie empfehlen kann.
Der Preis, immerhin 280,00 € ohne Zubehör, ist nunmal eine Investition, die man erst einmal tätigen muss. Und da bin ich hin- und hergerissen, ob man diese tätigen sollte. Viele der Gerichte kann man nämlich auch ganz einfach im Backofen zubereiten.
Für diejenigen, die gerne eine Fritteuse zu Hause haben, kann ich den Philips Airfryer aber wirklich ans Herz legen, denn gerade mit dem Zubehört ist das Gerät wirklich vielseitig einsetzbar, deutlich vielseitiger als eine normale Fritteuse. Denn damit lässt sich echt viel Fett sparen - und die Gerichte schmecken genauso lecker!!!

Carinas Fazit: Ich finde die Airfry etwas überflüssig. Wieder ein extra Gerät, dass rumsteht und Geld kostet für Gerichte, die man meiner Meinung nach auch im Backofen machen kann. Besonders für eine größere Gruppe ist die Zubereitung von Essen sehr aufwendig.

Viele Grüße und bis bald,

eure Sonja & Carina

*Das Produkt wurde uns gegen einen Pfandpreis günstiger zur Verfügung gestellt. Wir geben hier unsere ehrliche und unvoreingenommene Meinung wieder.*

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