Mittwoch, 27. Juli 2016

Reisebericht Emirate Teil 2: Höher, schneller, weiter oder Eine Woche zwischen Tradition und Größenwahn

Hallo ihr Lieben,

"Denken Sie groß", dies ist nicht nur ein Song von Deichkind, sondern könnte auch das Motto der Vereinigten Arabischen Emirate sein! Dort haben wir eine Woche verbracht und in der Zeit einiges gesehen und erlebt, was wir uns so niemals hätten vorstellen können. Höher, schneller, weiter - und nicht mal das scheint ausreichend zu sein.
Unser Urlaub führte uns nach Ras al Khaimah, welches sich selbst als das "Rising Emirate" bezeichnet. Und sie machen ihrem Namen auch alle Ehre - an allen Ecken und Enden sprießen neue Gebäude aus der Erde. Von dort aus besuchten wir unter anderem die Stadt der Superlativen - Dubai. Wir erlebten eine spannende Woche zwischen Tradition und Hypermoderne - aber lest selbst.

Über unsere Deutsch sprechende Reiseleiterin der Agentur Holiday Moments (Partner vor Ort von Schauinsland-Reisen) buchten wir den Tagesausflug "Unvergessliches Dubai", an welchen wir direkt an unserem 2. Reisetag teilnahmen. Wir waren gespannt wie Flitzebögen, hatten wir doch schon so viel von der Stadt mit dem höchsten Haus der Welt, der größten Shoppingmall, dem größten Aquarium, dem teuersten Hotel und und und gehört. Und Dubai ist genau das - eine Stadt, die man nur in Superlativen beschreiben kann.


Unser Tag begann am Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt. Stolze 828 Meter hoch, schafften wir es immerhin auf die 124. Etage. Der, wie könnte es anders sein, schnellste Fahrstuhl der Welt, brachte uns auf 452m. Von dort hatten wir einen guten Überblick über die Stadt. Der Nachteil der Sommersaison zeigte sich aber genau jetzt. Über Stadt und Meer lag ein Dunst, so dass man so richtig in die Ferne gar nicht schauen konnte. Ein Besuch auf der 148. Etage hätte sich da unserer Meinung nach gar nicht gelohnt.


Anschließend ging es hinaus auf die Palme mit einer kleinen Stippvisite beim Atlantis Hotel. Hier hätten wir gerne mehr gesehen, aber ein Fotostop war dort nicht drin. Dafür beim einzigen 7-Sterne-Hotel der Welt, dem Burj al Arab. Auch dort hätten wir uns mehr Fotomöglichkeiten gewünscht.


Umso mehr fotografieren konnten wir dann bei einer Bootstour auf dem Dubai Creek, ein fantastischer Blick auf die Hochhäuser im Umkreis erwartete uns. Eine Bootstour sollte man in jedem Fall dort gemacht haben, das ändert die Perspektive einfach gewaltig. Man sieht verdrehte Häuser, unfertige Häuser, glitzernde Häuser,... Ja, in den Emiraten glitzern und blinken selbst Hochhäuser. Aber dort werden unter anderem auch Laternenmasten bunt beleuchtet oder Palmen mit Lichterketten umwickelt.


Abschließend verbrachten wir unseren Abend in der Dubai Mall. Hier luden zahlreiche Restaurants zum Essen ein und wir bewunderten die Wasserspiele auf dem Lake Khalifa, direkt vor der Mall. Diese Wasserspiele, immerhin, wie könnte es anders sein, die größten der Welt, sind unheimlich beeidruckend, berührend und wunderschön anzusehen. Zu arabischen oder westlichen Klängen werden die Fontänen großartig in Szene gesetzt.




Auch wenn der Ausflug nicht ganz günstig war und wir erst ziemlich lange auf Tiki-Tour in Ras al Khaimah unterwegs waren, um andere Touris einzusammeln, war der Tag unglaublich schön. Wir haben viel gesehen und viel erlebt - gerne hätten wir noch mehr Insider-Infos zu Dubai erhalten.
Aber wir lernten, dass noch so viel mehr gebaut werden soll, denn die derzeit größte Shopping-Mall der Welt ist schon nicht mehr ausreichend, eine noch größere wird gebaut. Außerdem plant Dubai schon das nächste größte Haus der Welt, da sie bald schon von den Japanern überholt werden soll. Der neue Turm soll 1300m hoch werden. Einfach nur größenwahnsinnig!

Ein weiterer gebuchter Ausflug war die Dhow-Tour in den Oman. Eine Dhow ist ein typisch omanisches Holzboot. Unseres bot Platz für 100 Personen, glücklicherweise waren wir jedoch nur 25 Menschen an Bord. Gemütliche Kissen und luden zum Sonnenbaden ein und dann ging es auch schon los aufs Wasser. Mit Tempo schossen wir durch die hohen Wellen, entlang der omanischen Küste. Leider sollten genau diese hohen Wellen später unser Problem werden.



Doch zunächst ankerten wir in einer kleinen Bucht mit ruhigem Wasser. Wer mochte, konnte direkt vom Schiff ins Wasser springen oder sich mit dem Speedboot zum Strand fahren lassen. Mit Schnorchel und Taucherbrille ausgestattet paddelten wir durchs Wasser. Es gab einige Fische zu bestaunen, allerdings keine großartige Tier- und Pflanzenwelt.
An Bord gab es ein Mittagessen mit typisch arabischen Speisen, auch alle Getränke waren an diesem Tag inklusive. Anschließend sollten wir eigentlich noch zu einem weiteren Schwimmspot weiterfahren, wir hätten Höhlen besichtigen können, aber aufgrund des starken Seegangs blieb uns das verwehrt. Dafür wartete noch ein wenig Speedboot-Action auf uns, da machten die hohen Wellen richtig Spaß!
Dies war auch eine Tour, die sich wirklich lohnt zu buchen, auch wenn die Crew am Ende viele Souvenirs auspackte und an den Mann bringen wollte - man fühlt sich etwas zum Kauf verpflichtet, aber das muss man wirklich nicht tun.


Unsere letzte gebuchte Tour war eine Safari mit Jeeps in die Wüste. Nachmittags wurden wir von unserem Fahrer am Hotel abgeholt, dann ging die etwa einstündige Fahrt nach Dubai in die Wüste. Dort trafen wir auf eine ganze Gruppe Fahrzeuge, unsere Guides ließen die Luft aus den Reifen und ab ging der rasante Ritt in die Wüstendünen. Die Tour hat uns wahnsinnig Spaß gemacht, besonders dann, wenn man eigentlich das Gefühl hat, dass das Auto sich eigentlich nur noch überschlagen kann.


Erschreckend fanden wir, wie viel Müll in der Wüste liegt - von wegen, unberührte Landschaften und so. Verloren gehen kann man in der Wüste übrigens auch nicht, wir sahen bestimmt mehr als 100 Jeeps, die durch die Landschaft düsten.


Schlussendlich landeten wir in einem Wüstencamp, das hatten wir uns irgendwie ursprünglicher vorgestellt, aber letzten Endes ist dies wohl einer der touristischen Orte dort. Feste Gebäude in denen sich Bars, Essensausgabe, Toiletten und Souvenirshops befinden. In der Mitte befindet sich ein Platz, an welchem man dann das Abendessen einnimmt und verschiedene Tanzdarbietungen sehen kann. Eigentlich schon ziemlich gemütlich.
Als Aktivität inkludiert war Kamelreiten. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, allerdings drehten wir nur eine Mini-Runde. Wer mehr Geld ausgeben wollte, konnte noch Quad fahren. Es ist jedoch empfehlenswert, alle Aktivitäten gleich zu Beginn zu machen, da es sonst stockdunkel wird in der Wüste.



Ein toller Tag lag hinter uns, wir haben die Tour sehr genossen. Das Highlight war die tatsächliche Safari in den Wüstendünen, aber auch der Rest des Ausflugs war ziemlich gelungen. Wir können eine Safari definitiv empfehlen. Unser Tipp ist hier jedoch, nicht gleich den billigsten Anbieter zu wählen, denn der Sicherheitsaspekt spielt hier schon eine große Rolle. Wir haben uns zu jeder Zeit sehr sicher gefühlt!

Wir hoffen, dass es euch Spaß gemacht hat, unsere Reiseberichte zu lesen. Vielleicht wecken Sie ja auch bei euch den Wunsch, die Vereinigten Arabischen Emirate einmal kennenzulernen. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal dort, denn in der Gegend gibt es noch so viel zu entdecken! Besonders gut gefallen hat uns einfach der Kontrast zwischen den modernen Glasbauten, der quirligen Stadt Dubai und der traditionellen Lebensweise der Emiratis. Auch fanden wir es klasse, so viel Sightseing mit Naturerlebnissen zu kombinieren. So etwas wie Wüste oder 30 Grad warmes Meerwasser kannten wir vorher gar nicht!

Viele Grüße,

eure Sonja

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