Mittwoch, 22. April 2015

Erben Weißweine vom Haus Langguth

Liebe Genießer,

nicht nur der Osterhase hatte uns in letzter Zeit reich beschenkt, sondern auch diverse Unternehmen. Unter anderem bekamen wir von Erben Weine ein umfangreiches Testpaket mit Weißweinen zugeschickt. Das hat uns sehr gefreut und der Abend versprach feuch-fröhlich zu werden. Weißweine werden in unserer Familie besonders gerne getrunken und da waren wir natürlich gespannt, wie die von Erben Weine schmecken.


Auf der Website des Unternehmens ist zu erfahren, dass Franz Wilhelm Langguth das Weinhaus bereits im Jahr 1789 gründete. Es handelt sich also um traditionelles Mosel-Landgut.

"Die Erben Weine zählen zu den erfolgreichsten Weinen der Familie Franz Wilhelm Langguth und sind Festtagsweine par excellence. Ihre bekanntesten und beliebtesten Vertreter der Erben Weine sind Erben Spätlese und Erben Dornfelder. Kontinuität im Qualitätsstreben, aber auch Mut zu Veränderungen, sind die Basis für den Erfolg."

Klingt ja durchaus vielversprechend. Daher sind wir sehr gespannt, wie uns die Weine schmecken. Erben bietet für seine Käufer auch eine eigene Community, in der sie Weine bestellen, Prämien in Form von so genannten Oechsle eintauschen und sogar Produkte mitentwickeln können. So können auch Wein-Neulinge schnell dazulernen. Wir kennen Erben Weine von einer Messe, die wir manchmal besuchen.


Wein, besonders Weißwein, wird bei uns recht viel getrunken. Sonja ist sogar "Anerkannte Beraterin für Deutschen Wein", eine Zertifizierung vom Deutschen Weininstitut. Allerdings sind wir wirklich eher "Hobby-Sommeliere" und stellen euch hier unseren persönlichen Geschmack vor. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden - und wie verschieden, dass haben wir beim Testen so richtig gemerkt.

Und dann haben wir unsere kleine Weinprobe so richtig zelebriert. Brot, Wasser und 5 verschiedene Weißweine kamen auf unseren Tisch und dann ging es auch schon los!
Erben hatte uns 5 verschiedene Sorten zur Verfügung gestellt: Müller-Thurgau, Riesling, Spätlese, Kabinett und Grauburgunder.  Getrunken wurde von trocken zu süß und jeder von uns hatte eine Testkarte, auf der Eindrücke notiert wurden. Und so hat es uns geschmeckt:


Erben Grauburgunder:
Der Grauburgunder ist der trockenste Wein im Testpaket. Die Rebsorte liefert in der Regel säurearme, aber dafür körper- und extraktreiche Weine mit einem recht hohen Alkoholgehalt. Empfohlen wir er zu Fischgerichten oder als Aperitif.
Insgesamt ist dieser Grauburgunder aber eher säurebetont, zumindest fanden wir das. Geschmacklich war er eher etwas süß und dünn im Geschmack. Diesen Wein fanden wir alle etwas langweilig.


Erben Riesling:
Riesling ist die wohl bekannteste und beliebteste Weißweinsorte in Deutschland. Typisch für den Riesling ist seine sehr fruchtige Säure.
Dieser Wein kam bei uns allen schon deutlich besser weg. Das Aroma war recht fruchtig, aber auch irgendwie süß-sauer. Insgesamt also so, wie ein Riesling sein sollte. Der Wein ist wirklich gut trinkbar und ein Kauf lohnt sich.


Erben Kabinett:
In Deutschland ist Kabinett ein Prädikatswein, der bestimmt Anforderungen erfüllen muss. So darf auch diesem Wein beispielsweise kein zusätzlicher Zucker zugefügt werden. Ein Kabinettwein kann wahlweise trocken oder restsüß sein.
Diesen Wein fanden wir eher mild, als säuerlich. Süße und Frucht hielten sich die Waage und wir sortierten sie bei "mittel" ein. Der Kabinett gefiel uns auch eher gut und war sehr gut trinkbar.

Erben Spätlese:
Spätlese ist ein Prädikat für Qualitätsweine. In Deutschland wird das Prädikat meist für Weine vergeben, die ein Mindest-Mostgewicht haben. Eine Anreicherung mit Zucker ist nicht gestattet. Gerade im Mosel-Raum kommt es durch das kühle Klima manchmal dazu, dass die Moste nicht vollständig durchgären, dann gibt es dort auch restsüße Spätlesen. Meistens wird hier dann der Zusatz "trocken" auf dem Etikett vermerkt.
Dieser Spätlese-Wein ist schon recht süß und dazu schmeckt er noch ganz leicht nach Honig. Man kann diesen Wein sicherlich gut als Dessertwein verwenden.

Müller-Thurgau:
Der Müller-Thurgau ist bekannt als Deutschlands beliebtester Schoppen-Wein. Meist ist er mild-säuerlich und aufgrund seines moderaten Alkoholgehalts sehr bekömmlich. Am besten schmeckt er als junger Wein, also höchsten ein bis zwei Jahre nach der Ernte.
Dies ist der süßeste Wein in unserem Testpaket. An diesem Wein sieht man besonders, wie unterschiedlich Geschmäcker sind. Er war nämlich Sonjas Lieblingswein, während der Rest der Familie ihn überhaupt nicht mochte. Der Wein ist sehr süß, beinah etwas schwer. Er eignet sich hervorragend als Dessertwein und sollte wirklich erst nach dem Essen getrunken werden. Man schmeckt sehr süße Trauben in diesem Wein und das Aroma strömt recht stark aus dem Glas. Der Preis von ca. 6,00 € pro Flasche ist hier durchaus angemessen. Wer gerne süße Weine mag, ist hier an der richtigen Adresse.


Sonjas Fazit: Prinzipiell fand ich keinen der Weine schlecht, trinkbar waren sie alle. Und für ein paar Euro kann man da nicht viel falsch machen. Kaufen würde ich sie, bis auf den Müller-Thurgau, aber nicht. Dazu gibt es doch bessere Weine zum gleichen Preis. Mir waren sie insgesamt etwas zu fad, hatten zu wenig fruchtiges Aroma und konnten mich nicht begeistern. Das mag auch daran liegen, dass ich fruchtige Weine wie den Sauvignon Blanc bevorzuge, aber auch zu einem guten Riesling sage ich nie nein. Mich haben die Erben-Weine nicht überzeugt.

Carinas Fazit: Ich fand vorallem die trockenen Weine (Grauburgunder und Riesling) recht lecker. Sie passten schön gekühlt super zum Essen. Es waren bestimmt nicht die bessten Weine, die ich je getrunken habe, aber ich denke beim Kauf kann man nicht viel falsch machen. Die süßeren Weine kann ich lediglich als Dessertweine empfehlen, würde sie aber selber eher nicht kaufen.


Prost ihr Lieben!

Eure Sonja & Carina

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